Arzneimittelversorgung für alle sicherstellen statt “America first”

“Der Egoismus der USA, sich die gesamte Produktion des Corona-Mittels Remdesivir für die nächsten Monate zu sichern und somit Erkrankte in anderen Ländern von der Versorgung auszuschließen, ist unerträglich! Es entspricht dem Anspruch des „America first“ und der Logik, die zum Rückzug der USA aus der Finanzierung der WHO geführt hat”, kritisiert Sylvia Gabelmann, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag und Mitglied im Unterausschuss für Globale Gesundheit.

“Zwar ist zu begrüßen, dass die Hersteller-Firma Gilead freiwillig kostenlose Lizenzen an bestimmte Generika-Hersteller in Indien, Pakistan und Ägypten vergeben will, das ersetzt aber eine staatliche Regulierung über Zwangslizenzen mindestens im Pandemiefall nicht.

Grundsätzlich zeigt die aktuelle Situation, dass das „Recht des Stärkeren“ und der Kampf um die größten Profite kontraproduktiv ist.

Um eine solidarische Versorgung der Menschen mit Medikamenten sicherzustellen und eine Forschung nicht im Interesse des Profits, sondern der Menschen zu gewährleisten, ist die Vergesellschaftung von Forschung und Herstellung von Arzneimitteln notwendig!”

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