Aus der Pandemie lernen: Jetzt endlich radikal Umsteuern – Solidarität ist das Gebot der Stunde

„Wir brauchen einen radikalen Umbau unserer Gesellschaft. Das ist die einzige Konsequenz, die aus der Pandemie und den damit einhergehenden Folgen gezogen werden kann“, konstatiert Linke-Bundestagsabgeordnete Sylvia Gabelmann und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages für die Fraktion DIE LINKE., anlässlich des „Tages der Arbeit“ am 1. Mai.

„Die Coronapandemie hat uns allen schmerzhaft vor Augen geführt, wie fragil unsere Gesellschaft doch wirklich ist. Als Konsequenz daraus brauchen wir einen sozial-okölogischen Wandel hin zu mehr Klima- und Umweltschutz und damit einhergehend zu mehr sozialer Gerechtigkeit.

Der diesjährige ‘Tag der Arbeit’ sollte vor allem den wirklich systemrelevanten Berufen gewidmet sein. Das sind nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, dem öffentlichen Gesundheitsdienst, den Entsorgungsunternehmen und dem Einzielhandel, sondern Millionen Menschen, die sich während der Pandemie zum Wohl aller aufgeopfert haben und dies immer noch tun. Sie brauchen nicht nur unsere Anerkennung, sondern endlich auch ordentlichen Lohn.“

Gabelmann weiter:

„Darüber hinaus ist der ‘Tag der Arbeit’ auch der Tag der Internationalen Solidarität. Mit Blick auf das Pandemiegeschehen ist unser Arbeitsauftrag kaum zu übersehen. Wir brauchen soziale Gerechtigkeit weltweit, den gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen, das Grundrecht auf Gesundheit und Bildung muss endlich weltweit umgesetzt werden. Um die Länder des globalen Südens bei der Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen – was zu Ende gedacht uns allen hilft – müssen als erster Schritt die Impfstoffpatente freigegeben werden. Nationale Alleingänge bei der Bekämpfung des Covid-19-Virus darf es nicht geben, sie wären auch nicht geeignet, der Pandemie den Garaus zu machen. Eine globale Pandemie lässt sich schließlich auch nur global besiegen.

Um die Kosten der Pandemie zu stemmen und armen Ländern zu helfen, brauchen wir die Einführung einer europaweiten Covid-Solidaritätsabgabe auf hohe Vermögen, Unternehmensgewinne, Finanztransaktionen und die höchsten Einkommen.“

„Die diesjährigen Proteste des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“. Dies beinhaltet auch, jedweden Feinden von Solidarität und Humanismus entschlossen die Stirn zu bieten. Insofern begrüße ich explizit die vielen antifaschistischen Proteste, die heute im gesamten Bundesgebiet stattfinden, damit Nazis, Antisemit:innen, Anhänger:innen von Verschwörungsmythen, der AfD und selbsternannten „Querdenker:innen“ nicht der öffentliche Raum überlassen wird“, so Gabelmann abschließend.

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